Felicitas – hat einen Paten

Die Geschichte von Felicitas beschreibt eigentlich ein kleines Wunder . . . aber fangen wir am Anfang an. Wir schätzen ihr Alter auf ungefähr 2 Jahre, über ihre Vorgeschichte ist nichts bekannt. Felicitas wurde am Straßenrand liegend gefunden und sie hatte Glück, denn der Finder nahm sich die Zeit das Richtige zu tun. Er informierte die Polizei und diese dann den Tierschutzverein. Wir fanden eine Katze vor, die offensichtlich angefahren wurde. Das Auto mußte sie ungebremst frontal erwischt haben. Wir konnten nicht sagen, ob jemand sie einfach von der Straße geschoben hat oder ob sie mit letzer Kraft selber an den Straßenrand gekrochen war. Sie mußte schon einige Zeit dort gelegen haben, ausgetrocknet und abgemagert wie sie war. Aber das war nicht das Schlimmste. Ihre Verletzungen waren viel gravierender. Ein Schädelbruch und Wunden am ganzen Körper. In einer Wunde am Hals hatten sich bereits Fliegenmaden eingenistet. Der Tierschutzverein brachte sie zur Tierärztin und eigentlich  dachten wir das würde ihre letzte Reise werden . . .

Die Tierärztin, sie hatte schon oft mit dem Tierschutz-verein  zusammen-gearbeitet, wollte nicht aufgeben bevor sie es überhaupt versucht hatte. So wurden Felicitas’s Wunden gereinigt und versorgt. Sie bekam Infusionen um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und Medikamente gegen Schmerzen und Entzündungen. Sie blieb eine lange Zeit in der Klinik um eine fachgerechte Versorgung der Wunden sicherzustellen und langsam, ganz langsam, heilten die Wunden und sie nahm wieder zu. Dann, eines Tages, war sie stabil genug um nach Hause, zu uns zu kommen.

Bei uns bekam sie ihren eigenen kleinen, Bereich. Wir hatten diesen in den Wohnbereich integriert, so dass sie zwar geschützt war, aber trotzdem nicht alleine. Die anderen Katzen konnten sie dort besuchen, was sie auch gerne taten, weil Felicitas immer spezielles Aufbaufutter bekam.  Dort verbrachte sie eine lange Zeit, denn Gesund werden braucht eben Zeit. Sie nahm stetig zu und genoss jede Streicheleinheit. Am 5. Februar diesen Jahres verließ sie dann ihr kleines Krankenzimmer zum allerersten mal selbstständig um die Wohnung zu erkunden. Wir hatten darüber berichtet, du kannst den Artikel HIER finden. :) Das war für uns ein sehr besonderer Moment, denn nun war klar, dass wir diesen scheinbar so aussichtslosen Kampf gewonnen hatten.